Swen Deobald
 - 8. Februar 2017

Controlling in der Instandhaltung: SAP LIS & Early-Watch-System

Instandhaltungscontrolling SAP LIS

Das Instandhaltungsinformationssystem (PM-IS) ist eine Komponente aus dem SAP ERP Logistikinformationssystem. Die Daten stammen aus Ihren Anwendungen und werden auf Basis von Fortschreibungsregeln mit Hilfe von Transferprogrammen (sogenannten Informationsstrukturen) in das Instandhaltungsinformationssystem überführt.

Charakteristisch ist das Instandhaltungsinformationssystem also ein OLAP-System und somit wesentlich performanter als Aufwertungen auf Ihrem transaktionalen OLTP-System. Die Informationsstrukturen werden – typisch für das Reporting im BW-Sinn – in mehrdimensionalen Datenwürfeln (s.g. Cubes) gehalten. Hierbei wird zwischen der Kennzahl (Wert der verdichtet wird) und den Merkmalen (Wert auf den hin verdichtet wird) unterschieden.

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Aus dem SAP-Standard stehen Ihnen für die Instandhaltung folgende Analysen zur Verfügung:

Standardanalysen des PM-IS

  • MCI1 – Objektklassenanalyse
  • MCI2 – Herstelleranalyse
  • MCI3 – Standortanalyse
  • MCI4 – Planergruppenanalyse
  • MCI5 – Schadensanalyse
  • MCI6 – Objektstatistik
  • MCI7 – Ausfallanalyse
  • MCI8 – Kostenanalyse
  • MCIZ – Fahrzeugverbrauchsanalyse

Funktionen

  • Layout nicht mehr zeitgemäß
  • Informationsstrukturen sind starr, nicht mehr veränderbar
  • Schwächen bei technischen Auswertung
  • Aus Summenwerten können entsprechende Datenbankobjekte nicht aufgerufen werden
  • Kennzahlen sind nicht applikationsübergreifend
  • Keine Rechenoperationen möglich

Grenzen

  • Weitere Kennzahlen anzeigen oder ausblenden
  • Zum Aufriss wechseln
  • Sortieren
  • Vergleichswerte gegenüberstellen
  • statistischen Funktionen (ABC-Analyse, Korrelation  oder Segmentierung)
  • Drucken, Speichern, Versand per Mail

Flexible Analysen des PM-IS

Sollte Ihr Bedarf an Informationen über die von SAP bereitgestellten Analysen hinausgehen, haben Sie die Möglichkeit eigene Analysen zu entwickeln. Sie können eigene Auswertungsstrukturen festlegen und somit auch eigene Kennzahlen aus Ihren Anwendungen laden bzw. diese definieren. Hierbei können Sie auf beliebige DDIC-Strukturen zugreifen und diese für Ihre Analysen nutzen.

Frühwarnsystem (Early Watch System)

  • Integriert in LIS (= Datengrundlage)
  • Anzeige definierter Alarmsituationen oder Hervorhebung spezifischer Daten
  • Interaktiv in Standardanalysen (farbige Kennzeichnungen in den Analysen) oder periodisch im Hintergrund (automatische Nachricht per Mail, Fax oder Workflow)
  • Die Folgeverarbeitung einer als Exception definierten Ausnahmesituation kann durch einen Workflow übernommen werden –> Exception muss ein Ereignis auslösen (Workflow)
  • Transaktion MCY1

Logistikinformationssystem: Early Watch System

Gegenüberstellung LIS und SAP BW

Vorteile von BW

  • Nimmt Last von SAP ERP
  • Einheitliche Reporting-Werkzeuge für unternehmensweite Daten
  • Enge Verzahnung mit MS Excel oder Webumgebung (auch mobil)
  • grafische Elemente (Tachometer, Kurven, Säulen, Landkarte usw.)
  • Anwendungsübergreifende Auswertungen
  • Für die Analyse großer Datenmengen konzipiert
  • Drillthrough

Nachteile von LIS

  • Inflexibilität, begrenzte Funktionalitäten
  • Kein Absprung in originäre Objekte möglich
  • Keine Weiterentwicklung seitens der SAP
  • Einbindung von externen Daten nicht vorgesehen
  • Grafische Darstellung (Workaround: Anzeige über mobile APP)

Swen Deobald

Swen Deobald

Mein Name ist Swen Deobald und ich bin begeisterter SAP Analytics Berater. Als Fachbereichsleiter von Compamind unterstütze ich Sie mit meinem Team bei allen Fragen rund um SAP Analytics, Business Warehouse, BusinessObjects und der SAP Analytics Cloud.

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