Björn Lambertz
 - 7. Juli 2020

So erhöhen Industriebetriebe den Arbeitsschutz

Wie Industriebetriebe Ihren Arbeitsschutz erhöhen können

Eigentlich ist es eine Binsenweisheit: Die meisten Arbeitsunfälle sind vermeidbar. Dennoch passiert es im Betriebsalltag schnell, dass Mitarbeiter vorgeschriebene Sicherheitsvorschriften umgehen und damit das Risiko von Arbeitsunfällen erhöhen. Dabei gibt es einige Strategien, mit denen Betriebe die Anzahl ihrer unfallfreien Tage in die Höhe treiben können.

So vermitteln Sie Mitarbeitern den Arbeitsschutz

Bevor Sie Mitarbeitern Arbeitsschutzmaßnahmen vermitteln können, ist eine erkennbare Arbeitsschutz-Strategie notwendig. Hierzu sollten Sicherheitsbeauftragte ein Arbeitsschutzmanagement mit Vorschriften für Schutzkleidung und Verhaltensrichtlinien erstellen.

Um Angestellte für Gefahren am Arbeitsplatz zu sensibilisieren, führen Unternehmen gesetzlich vorgeschriebene Unterweisungen durch. Diese Unterweisungen sind zwar sinnvoll – allerdings gibt es weitere Möglichkeiten, Mitarbeitern Arbeitsschutz-Maßnahmen zu vermitteln.

Neben dem reinen Frontalunterricht haben sich zum Beispiel E-Learning-Konzepte mit virtuellen Fragestunden als praktisch erwiesen. Dabei ist es entscheidend, konkret auf die Arbeitssituationen der betroffenen Mitarbeiter einzugehen. Durch Listen mit den Verhaltensregeln für verschiedene Arbeitsplätze finden Mitarbeiter zum Beispiel heraus, ob sie alle Vorschriften zuverlässig einhalten.

Indem Sie über die reine Arbeitsschutz-Unterweisung hinausgehen, halten Sie das Thema in den Köpfen Ihrer Angestellten präsent und verringern das Unfallrisiko erheblich.

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Darum ist die Umgebung für den Arbeitsschutz so wichtig

In einer überhitzten und lauten Halle mit heiß gelaufenen Anlagen ist es für Mitarbeiter schwierig, sich zu konzentrieren. Um die Konzentration und die damit verbundene Unfallgefahr zu verringern, sollten Sicherheitsbeauftragte nach Möglichkeit darauf drängen, die Arbeitsplätze so komfortabel wie möglich zu machen.

Das hat nichts mit luxuriös anmutenden Ansprüchen zu tun, sondern senkt die Unfallrate deutlich. Im Sommer sollten Unternehmen deshalb die Werkshalle klimatisieren und dabei eine Temperatur von maximal 26 °C anstreben. Im Winter liegt die Mindesttemperatur für ein optimales Arbeitsumfeld bei 17 bis 20 °C.

Auch ein zu hoher Geräuschpegel verhindert, dass sich Mitarbeiter konzentrieren können und führt schneller zu Unfällen. Aus diesem Grund sollten Unternehmen Arbeitsverfahren möglichst geräuscharm gestalten.

Wie Sie Unfälle durch Fahrzeuge vermeiden

Pro Jahr entstehen in Deutschland 36.000 Unfälle durch Gabelstapler, Hubwagen oder andere Transportfahrzeuge innerhalb der Werkshallen. Diese Gefahr reduzieren Sicherheitsbeauftrage effektiv, indem sie strenge Richtlinien für die Nutzung der Wege erlassen. Auch deutliche Kennzeichen und Wegmarkierungen vermindern das Unfallrisiko. So sollte jedem Mitarbeiter sofort ersichtlich sein, ob sich der Weg an Fußgänger oder Transportfahrzeuge richtet und an welchen Orten Material abgestellt werden kann.

Arbeitsschutz in der Instandhaltung – so geht es richtig

Gerade in der Instandhaltung ist der Arbeitsschutz besonders wichtig. Plötzlich herabfallende Teile von großen Anlagen sind lebensgefährlich. Instandhalter müssen daher ein besonders großes Augenmerk auf Schutzmaßnahmen legen.

Zu den elementaren Arbeitsschutz-Maßnahmen gehört die Absicherung des Arbeitsbereiches. Hierzu müssen zunächst alle Mitarbeiter des betroffenen Bereiches über die Instandhaltungsmaßnahme informiert werden. Instandhalter müssen zudem andere Mitarbeiter mit Hinweisen und Absperrungen daran hindern, den Arbeitsbereich zu betreten. Auch fremdsprachige Mitarbeiter müssen diese Hinweise unbedingt verstehen können.

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Instandhalter sollten während ihrer Arbeit darauf achten, dass der Strom bei der Wartung elektrischer Anlagen abgestellt ist und einzelne Maschinenteile vorher absichern. Eine persönliche Schutzausrüstung (PSA) sorgt für zusätzliche Sicherheit.

Besonders wichtig ist auch die Endkontrolle: Erst nachdem die Anlage nach der Instandhaltungsmaßnahme nochmal auf ihre Funktionalität und Sicherheit überprüft wurde, können die Verantwortlichen sie wieder regulär einsetzen.

Wichtig ist auch, dass der Instandhalter die erforderlichen Qualifikationen für die Reparaturarbeiten besitzen: Hierzu zählen insbesondere verschiedene Zertifikate wie zum Beispiel die Schweißerlaubnis.

Fazit

Unfälle in Industriebetrieben lassen sich vermeiden, wenn Mitarbeiter intensiv über die gewöhnliche Gefahren-Unterweisung hinaus auf das Thema aufmerksam gemacht werden. Aber nicht nur Mitarbeiter-Schulungen sind wichtig. Unternehmen sollten im Sinne des Arbeitsschutzes möglichst für angenehme Raumtemperaturen und geräuscharme Arbeitsprozesse sorgen. Dies sorgt für eine höhere Konzentration der Angestellten, was wiederum zu mehr Sicherheit am Arbeitsplatz führt.

Bei Instandhaltungsmaßnahmen erhöhen die Absicherung des Instandhaltungsbereiches und eine unterbrochene Stromzufuhr bei elektrischen Geräten und eine persönliche Schutzausrüstung für Sicherheit. Unternehmen sollten die Anlagen vor der regulären Inbetriebnahme zudem prüfen lassen.

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Björn Lambertz

Mein Name ist Björn Lambertz und ich bin begeisterter SAP Consultant bei mindsquare. Wie meine Kollegen habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht.

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