Björn Lambertz
 - 10. August 2020

Arbeitsschutzmaßnahmen in der Instandhaltung: So arbeiten Mitarbeiter sicherheitskonform

So bringen Sie Ihre Mitarbeiter dazu, Arbeitsschutzmaßnahmen einzuhalten

In der Instandhaltung ist der Arbeitsschutz besonders wichtig. Herabfallende Maschinenteile oder Stromleitungen sorgen schnell für Unfälle, die für Mitarbeiter tödlich enden können. Arbeitsschutzbeauftragte sollten diesen Bereich besonders im Auge behalten. Um einen unfallfreien Betrieb gewährleisten zu können, müssen sie die Mitarbeiter immer wieder auf das Thema aufmerksam machen. 

Der Grundstein des Sicherheitskonzeptes: Die Planung

Eine gute Planung ist das Entscheidende eines Arbeitsschutzkonzeptes. Arbeitsschutzbeauftragte sollten die möglichen Gefahren bei verschiedenen Anlagen feststellen und Strategien entwickeln, um diese zu umgehen.

Um Arbeitsschutz bei Instandhaltungsmaßnahmen sicherzustellen, ist besonders die Zusammenarbeit mit den Instandhaltern wichtig: Diese wissen am besten, wo potenzielle Gefahren lauern und sollten deshalb unbedingt in den Planungsprozess mit einbezogen werden.

Aber wie stellen Sie nun sicher, dass Ihre Mitarbeiter die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen einhalten? Dies geschieht mit Richtlinien.

Warum Arbeitsschutz mehr als die gesetzlich vorgeschriebene Unterweisung ist

Entsprechende Regeln stellen Sie schon in der Planungsphase auf und müssen sie danach Ihren Mitarbeitern näherbringen.

Das tun Sie einmal mit der gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitsschutz-Unterweisung. Zusätzlich können Sie weitere Unterrichtsmaßnahmen ins Leben rufen, um Unfälle zu verhindern. Als besonders praktikabel haben sich zum Beispiel E-Learning-Kurse erwiesen.

Wichtig ist es immer, auf das individuelle Arbeitsumfeld des jeweiligen Mitarbeiters einzugehen. Indem Sie Gefahrenquellen mit ihm gemeinsam begutachten und individuelle Hinweise auf dem Arbeitsplatz beschildern, mindern Sie die Unfallgefahr erheblich.

Checkliste: Sicherheitsmaßnahmen in der Instandhaltung

Checkliste: Sicherheitsmaßnahmen in der Instandhaltung

Sie möchten die Sicherheit Ihrer Mitarbeiter bestmöglichst gewährleisten? Dabei ist eine Menge zu beachten. Unsere Checkliste hilft Ihnen!

Wieso auch Werkzeug zur persönlichen Schutzausrüstung gehört

Quetschungen, Platzwunden und Knochenbrüche – all das kann die Folge sein, wenn Instandhalter bei ihrer Arbeit Werkzeuge benutzen, die nicht für die Anlage geeignet sind. Nicht nur das Umfeld ist also entscheidend, sondern auch die Ausrüstung.

In den meisten Fällen erfordern Instandhaltungsmaßnahmen darauf zugeschnittene Werkzeuge. Solche Spezialwerkzeuge erleichtern Mitarbeitern nicht nur die Arbeit, sondern sollten als Teil ihrer persönlichen Schutzausrüstung angesehen werden. Deshalb sollten Sie explizite Regeln zur persönlichen Schutzausrüstung aufstellen und Arbeitsgeräte wie Werkzeuge hierbei mit einbeziehen.

So schützen Sie Mitarbeiter bei Instandhaltungsmaßnahmen

Stellen Sie sich vor, ein Mitarbeiter geht durch die Halle und plötzlich fällt ihm eine Metallplatte auf den Kopf. Ein solches Horrorszenario vermeiden Unternehmen bereits mit einem einfachen Trick: Sie sollten den Instandhaltungsbereich absperren.

Arbeitsschutzmaßnahmen: So sorgen Sie mit Absperrbereichen für eine höhere Sicherheit

Absperrbereiche sorgen für eine höhere Sicherheit bei Instandhaltungsmaßnahmen.

Andere Mitarbeiter wissen dann sofort, dass sie diesen Bereich meiden müssen. Hierbei ist es wichtig, Hinweisschilder auch für fremdsprachige Mitarbeiter verständlich zu machen. Unternehmen sollten die betroffenen Mitarbeiter zudem vorher informieren. Auch hierbei können Arbeitsschutzbeauftrage Aufklärungsarbeit betreiben. Indem sie sie auf die Gefahren, die durch die Instandhaltungsmaßnahmen entstehen können, informieren, sorgen sie dafür, dass Mitarbeiter den Sinn einer Absperrung verstehen und diese dann einhalten.

7 Schritte zur Gefährdungsbeurteilung

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Wäre Arbeitsschutz ein Haus, wären die Gefährdungsbeurteilungen das Fundament. In diesem Whitepaper beschreiben wir die 7 Schritte zur Gefährdungsbeurteilung!

Fazit

Arbeitsschutz ist ein entscheidendes Thema in der Instandhaltung. Unternehmen sollten deshalb Regeln aufstellen und Strategien entwickeln, damit Mitarbeiter die Richtlinien einhalten.

Neben E-Learning-Konzepten haben sich Hinweise am Arbeitsplatz des Mitarbeiters als sinnvoll erwiesen. Bei Instandhaltungsprojekten muss der betroffene Bereich abgesperrt werden. Um Verletzungen zu vermeiden, sollten Instandhalter immer mit den passenden Werkzeugen ausgestattet sein. Mitarbeiter sollten Werkzeuge als Teil ihrer persönlichen Schutzausrüstung begreifen.

Welche Erfahrungen haben Sie beim Arbeitsschutz gemacht? Haben Sie noch weitere Empfehlungen? Erzählen Sie uns davon und hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

Björn Lambertz

Björn Lambertz

Mein Name ist Björn Lambertz und ich bin begeisterter SAP Consultant bei mindsquare. Wie meine Kollegen habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht.

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2 Kommentare zu "Arbeitsschutzmaßnahmen in der Instandhaltung: So arbeiten Mitarbeiter sicherheitskonform"

Sebastian Brandt - 10. August 2020 | 11:07

Brauche ich unbedingt eine Fachkraft für Arbeitssicherheit und einen Arbeitsmediziner für unsere Firma?

Beste Grüße
Sebastian Brandt

Antworten
Björn Lambertz - 12. August 2020 | 07:39

Hallo Herr Brandt,

die Frage lässt sich leider nicht pauschal beantworten, da Ihre Unternehmensgröße sowie die Branche und Ihre Gefährdungen eine gewichtige Rolle spielen. Generell sollten Sie ein entsprechendes Betreuungsangebot sicherstellen (vgl. DGUV Vorschrift 2). Eine Fachkraft für Arbeitssicherheit müssen Sie mindestens schriftlich bestellen (vgl. Arbeitssicherheitsgesetz). In welchem Ausmaß die Betreuung und der jeweils zu investierende Aufwand steht lässt sich nur individuell beantworten.

Wenn Sie Fragen haben können Sie sich gerne bei mir melden.

Viele Grüße
Björn Lambertz

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