Instandhaltung

Das Thema Instandhaltung (engl. Maintenance) haben Unternehmen viele Jahre lang eher als unerwünschten Kostentreiber betrachtet. Das hat sich inzwischen gewandelt. Heute geht es darum, die technischen Anlagen bei hoher Lebensdauer möglichst vollständig verfügbar zu haben. Eine Instandhaltung, in der Wartungen und Inspektionsmaßnahmen vorausschauend zum Einsatz kommen, soll Probleme möglichst vermeiden, bevor sie überhaupt eintreten können.

Aufgaben der Instandhaltung

Generell lassen sich der Instandhaltung vier Aufgaben zuordnen:

  • Inspektion
  • Wartung
  • Instandsetzung
  • Verbesserung

Die Inspektion dient der Beurteilung des gegenwärtigen technischen Zustandes des Gerätes und der Ursachenbestimmung bei vorliegender Abnutzung.

In der Wartung werden Maßnahmen ergriffen, um den Erhalt der Funktionsfähigkeit sicherzustellen.

Die Instandsetzung ist die Wiederherstellung der Funktion einer Anlage, falls Störungen aufgetreten sind.

Die Verbesserung dient schließlich dazu, die Zuverlässigkeit der Anlage zu erhöhen, ohne dabei ihre ursprüngliche Funktion zu ändern.

Instandhaltungsstrategien

Grundsätzlich lassen sich Instandhaltungsstrategien in ihrer Herangehensweise in proaktiv und reaktiv unterscheiden.

Bei der reaktiven Instandhaltung bzw. Instandsetzung wird erst dann eingegriffen, wenn Anlagen, Maschinen oder Bauteile defekt sind. Demnach gehört in die Kategorie der reaktiven Instandhaltung die Strategie schadensabhängige oder auch korrigierende Instandhaltung (engl. Corrective Maintenance).

Die proaktive Instandhaltung lässt sich untergliedern in vorbeugende, geplante oder auch präventive Instandhaltung (engl. Preventive Maintenance) sowie prospektive bzw. vorausschauende Instandhaltung (engl. Predictive Maintenance).

Unter die vorbeugende Instandhaltung fallen wiederum diverse Spielarten:

Bei zustandsorientierter Instandhaltung (engl. Condition Based Maintenance) werden Bauteile gewechselt, wenn der höchste Abnutzungsgrad vollständig erreicht wurde. Hierfür wird der tatsächliche Zustand einer Anlage stetig überwacht, um festzustellen, welche Instandhaltungsmaßnahmen erforderlich sind.

Zeitorientierte Instandhaltung (engl. Time Based Maintenance) basiert auf periodischer Wartung anhand eines Kalenderplans. Die Wartungstermine entspringen eigenen oder vom Hersteller empfohlenen Wartungsintervallen.

Leistungsorientierte Instandhaltung (engl. Usage Based Maintenance) macht die Wartungstermine an tatsächlich erbrachter Arbeitsleistung einer Maschine fest (z. B. Anzahl Durchläufe o. Ä.)

KPIs in der Instandhaltung

Mobile Instandhaltung

Die mobile Instandhaltung bildet nicht den Gesamtprozess der Wartung ab, sondern lediglich Teile daraus. Anwendungsbeispiele für eine mobile Instandhaltung liefern der Frankfurter Flughafen, der über Mobilgeräte die Inspektion der Brandschutzklappen und der Fluchtwege dokumentiert, oder die Polizei Rheinland-Pfalz, die mit einem mobilen Online-Szenario elektronische Fahrtenbücher pflegt.

Bei den mobilen Lösungen ist zu unterscheiden zwischen Online und Offline-Szenarien. Bei den Online-Szenarien nehmen die Mobilgeräte direkt Kontakt mit dem NetWeaver auf und übertragen die Daten ins Backend-System. Bei einem Offline-Szenario hingegen werden die Daten vom Backend-System auf das Mobilgerät übertragen, dort bearbeitet und anschließend wieder ans Backend-System zurückgeliefert. Typische Beispiele für Offline-Szenarien sind SAP Mobile Asset Management (MAM) und der SAP Work Manager.

Wie die Praxiserfahrung zeigt, sind Projekte der mobilen Prozesse der Instandhaltung deutlich individueller als klassische Projekte. Stark angepasst an die Bedürfnisse des Unternehmens werden üblicherweise die Funktionalität und die Oberflächen des Frontends.

Bei den mobilen Geräten kommen Notebooks, Tablets, Personal Digital Assistants, Smartphones oder Spezialgeräte wie etwa Voice-Picking-Systeme in Frage. Die Auswahl richtet sich nach den benötigten Funktionen, dem Speicherplatz und nach der verfügbaren Zusatzausstattung. Je nach der Bildschirmgröße des Mobilgeräts stehen unterschiedliche Masken für MAM zur Verfügung. Funktional möglich sind die Auftragsabwicklung, das Anlegen und Anzeigen von Meldungen, das Erfassen und Anzeigen von Messwerten sowie der Ein- und Ausbau technischer Objekte, die Anzeige der dazugehörigen Historie und das Ändern des Status.

Instandhaltungscontrolling

Es gibt drei Arten von Instandhaltungscontrolling: Die operative, die dispositive und die strategische Variante.

Das operative Instandhaltungscontrolling richtet sich kurzfristig am Tagesgeschäft aus und legt den Fokus beispielsweise auf die Schadensanalyse von Maschinen und auf das Optimieren von deren Betrieb.

Das dispositive Instandhaltungscontrolling verfolgt einen mittelfristigen Horizont und zielt auf die Steuerung von Geschäftsprozessen.

Das strategische Instandhaltungscontrolling zielt auf die langfristige Unternehmensplanung, beispielsweise die Erfolgsfaktoren eines Unternehmens sowie das Erschließen neuer Märkte.

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