SAP Asset Strategy and Performance Management

SAP Asset Strategy and Performance Management ist eine cloudbasierte Software-Lösung, die Sensordaten aus (Produktions-)Anlagen in Echtzeit verarbeitet. Mit diesen Informationen lässt sich die Anlagenwartung optimieren. Gleichzeitig ist es möglich, die aktuelle Anlagenleistung zu überwachen.

Einsatzzweck

SAP Asset Strategy and Performance Management (kurz SAP ASPM) wurde im Jahr 2018 vorgestellt und ist Teil der übergeordneten Lösung SAP S/4HANA Asset Management, welche sämtliche Aspekte des Anlagenmanagements in Unternehmen abdeckt. Wie der Name bereits andeutet, wird die Komponente im Wesentlichen zu folgenden Zwecken eingesetzt:

  • Asset Strategy: Optimierung von Wartungsstrategien für physische Anlagen
  • Performance Management: Echtzeit-Überwachung der Performance vernetzter Anlagen

Das übergeordnete Ziel ist es, mithilfe einer verbesserten Instandhaltung die Anlagenverfügbarkeit zu maximieren sowie die Wartungs- und Betriebskosten zu minimieren. Hierdurch wird insgesamt eine bessere Gesamtanlageneffektivität – auch Overall Equipment Effectiveness (OEE) genannt – sichergestellt. Weiterhin gewährleisten optimal gewartete Maschinen die Einhaltung von Qualitätsanforderungen und Lieferterminen. Ferner lassen sich mit diesem Ansatz sicherere Betriebsabläufe mit einem geringeren Risiko von Arbeitsunfällen realisieren.

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Zusammenhänge mit DIN- und ISO-Normen

Im Kontext von SAP Asset Strategy and Performance Management sind insbesondere zwei Normen relevant: ISO 55001 und DIN EN 13306. In der Norm ISO 55001 sind die Anforderungen an ein Asset-Management-System festgelegt. Gefordert wird hier unter anderem eine regelmäßige Bewertung der Anlagenparameter Kosten, Risiko und Leistung. SAP ASPM stellt diese Daten zur Verfügung und gibt hierdurch beispielsweise Auskunft über die Ausfallwahrscheinlichkeit einzelner Maschinen. Zudem wird transparent, wie sich eine Intensivierung der Instandhaltung auf Verfügbarkeiten und Kosten auswirkt.

Erkenntnisse dieser Art sind auch für die Festlegung geeigneter Instandhaltungsstrategien gemäß DIN EN 13306 essenziell. So lässt sich anhand der Daten aus SAP Asset Strategy and Performance Management ableiten, welche der folgenden Vorgehensweisen angewandt werden sollte:

Funktionsweise

Die Vernetzung von Anlagen mit SAP Asset Strategy and Performance Management erfolgt mithilfe von SAP Leonardo IoT (Internet of Things). Dies ist eine Plattform, mit der sich Daten aus dem industriellen Internet der Dinge verarbeiten lassen. Im Produktionsumfeld stammen diese Daten insbesondere aus Sensoren, die in Anlagen verbaut sind.

Integration

SAP Asset Strategy and Performance Management vernetzt die Anlagen nicht nur miteinander, sondern integriert das Anlagenmanagement darüber hinaus in weitere Unternehmensbereiche. Hierzu zählen insbesondere die Produktion, das Wartungsmanagement, das Personalwesen und das Finanzwesen. Auf Grundlage einheitlicher Datenquellen und einer zentralen Architektur lässt sich das cloudbasierte SAP ASPM ohne hohen Aufwand umfassend in SAP ERP und SAP S/4HANA einbinden.

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Features

Die Funktionen von SAP Asset Strategy and Performance Management gliedern sich in drei Hauptbereiche:

  • Asset Information Management
  • Risiko- und Kritikalitätsbewertung
  • Failure Modes and Effects Analysis (FMEA)

Asset Information Management

Mit dem Asset Information Management lassen sich Daten zu Anlagen sammeln und zusammenführen. Hierzu können die sogenannten Equipments (einzelne Anlagen) und technischen Plätze (bestehend aus mehreren Komponenten) aus dem SAP-Modul PM (Plant Maintenance) als Basis herangezogen werden. Auf Grundlage dieser Informationen erfolgt später die Bewertung von Performance, Kosten und Risiko.

Risiko- und Kritikalitätsbewertung

Mit dieser Funktion kann das Risiko eines Anlagenausfalls berechnet werden. Hierbei lassen sich verschiedene Einflussfaktoren und Wirkungskategorien wie Betrieb, Arbeitssicherheit und Umwelt betrachten. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls ist also mit den damit verbundenen Folgen kombinierbar. Es ergibt sich ein Risiko-Score, auf dessen Basis dann wiederum die sogenannte Kritikalität der Anlagen bestimmbar ist. Dieser Faktor gibt Aufschluss darüber, wie schwerwiegend sich der Ausfall einzelner Anlagen oder Maschinen auf den Wertschöpfungsprozess auswirkt. Assets mit besonders hoher Kritikalität lassen sich somit priorisiert analysieren.

Failure Modes and Effects Analysis (FMEA)

Die wichtigste Methode zur Analyse von Assets ist in SAP ASPM die sogenannte Failure Modes and Effects Analysis (FMEA). Auf Deutsch nennt sich diese Methode Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse oder kurz Auswirkungsanalyse. Sie beantwortet folgende Fragen:

  • Welche Fehler führen zur Nichterfüllung von Funktionen oder zur Nichterreichung einer geplanten Leistung?
  • Welche Effekte ergeben sich aus einem Fehler?
  • Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fehler eintritt?

SAP Asset Strategy and Performance Management liefert hierzu die passenden Kennzahlen „Auftrittswahrscheinlichkeit“, „Entdeckungswahrscheinlichkeit“ und „Bedeutung der Fehlerfolge“. Werden sämtliche Kennzahlen kombiniert, lässt sich darüber hinaus die sogenannte Risiko-Prioritätszahl (RPT) berechnen. Sie erlaubt die Erstellung einer Rangfolge vorliegender Risiken, die nachfolgend priorisiert abgearbeitet werden kann. Das Ziel entsprechender Maßnahmen ist es, entweder die Entdeckungswahrscheinlichkeit von Fehlern zu erhöhen oder die Auftrittswahrscheinlichkeit zu senken.

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Vorteile

SAP Asset Strategy and Performance Management schafft Transparenz zu Instandhaltungskosten, Ausfallrisiken und der Anlagenleistung. Auf Basis dieser Daten sind Unternehmen in der Lage, fundierte Entscheidungen hinsichtlich ihrer Instandhaltungsstrategie zu treffen. Dies gilt nicht nur global für eine Fabrik, sondern für jede einzelne Anlage und Maschine.

Ein klarer Pluspunkt ist es hierbei, dass die Situationsanalyse und Strategiedefinition nicht nur einmalig stattfindet, sondern kontinuierlich erfolgt. So lässt sich einerseits umgehend überprüfen, ob eingeleitete Maßnahmen den gewünschten Effekt erzielen. Auf der anderen Seite ist ein sofortiges Eingreifen möglich, wenn der gewünschte Erfolg ausbleibt.

Einschränkungen

SAP Asset Strategy and Performance Management erfordert den Einsatz von IoT-Technologien – insbesondere von Sensoren. Nicht jede Anlage und Maschine ist heute jedoch bereits entsprechend ausgestattet. Die wesentlichen Gründe sind fehlende technische Möglichkeiten oder zu hohe Kosten. Allerdings ist zu beobachten, dass die Kosten in der Sensortechnik sinken. Somit könnte sich der Einsatz in Kürze auch für Assets lohnen, die heute noch nicht vernetzt sind.


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