Björn Lambertz
 - 17. August 2020

5 Arbeitsschutzvorschriften, die Instandhalter bei Wartungsarbeiten einhalten müssen

5 Arbeitsschutzvorschriften in der Instandhaltung, die Sie bei Wartungsarbeiten einhalten müssen

Arbeitsschutz ist in der Instandhaltung besonders wichtig: Immerhin hängen 15 % aller tödlichen Arbeitsunfälle mit Instandhaltungsarbeiten zusammen. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber verschiedene Arbeitsschutzvorschriften erlassen, die Unternehmen penibel einhalten müssen.

Bei Vernachlässigungen der Richtlinien drohen Arbeitgebern nicht nur Bußgelder – in schweren Fällen kann der Gesetzgeber die Arbeit untersagen. Die folgenden Richtlinien sind für Unternehmen daher von enormer Bedeutung.

Weil die Instandhaltung risikobehaftet ist, schreibt die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz insgesamt fünf Schritte vor, mit denen die größtmögliche Sicherheit gewährleistet werden soll.

1. Gewährleisten Sie die Sicherheit von Betriebsmitteln

Instandhalter verwenden bei ihrer Tätigkeit Spezialwerkzeuge. Um sicherzustellen, dass deren Handhabung jederzeit sicher ist, müssen Unternehmen die Werkzeuge regelmäßig prüfen und gegebenenfalls warten.

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung müssen Sie festlegen, in welchem Abstand die Prüfungen stattfinden sollen. Dabei können Ihnen die Gerätehersteller und die Berufsgenossenschaften helfen.

SAP WCM

E-Book SAP WCM: Freischaltabwicklung in der Instandhaltung

Dieses E-Book befasst sich mit dem Wesen der Freischaltung, legt die Funktionen eines solchen Systems dar & skizziert die Rollen der in den Prozess involvierten Personen.

2. Planung als Grundlage

Die Planung ist besonders wichtig: Bevor die Wartung losgeht, sollten Instandhalter planen, welche Aufgaben sie genau erledigen müssen und wie andere Mitarbeiter dadurch beeinflusst werden. Auf dieser Grundlage lassen sich konkrete Gefährdungen einschätzen, die zum Beispiel durch Lärm oder Gefahrstoffe entstehen.

Angestellte, die regelmäßig im Instandhaltungsbereich arbeiten, können die Risiken am besten einschätzen – beziehen Sie sie deshalb in die Planung mit ein!

3. Sichern Sie Ihren Arbeitsbereich ab

Arbeitsschutzvorschriften in der Instandhaltung: So sichern Sie Ihren Arbeitsbereich ab

Ein wesentliches Element beim Arbeitsschutz in der Instandhaltung ist die Sicherung des Arbeitsbereiches. Bevor Instandhalter beispielsweise an elektrischen Geräten arbeiten, sollten sie die Stromzufuhr unterbrechen.

Außerdem müssen sie ihren Arbeitsbereich so absperren, dass Unbefugte ihn nicht betreten. Hierzu haben sich Hinweisschilder mit den konkreten Instandhaltungszeiten und Wartungssicherungen bewährt, die andere Mitarbeiter daran hindern, auf bestimmte Bereiche zuzugreifen. Wichtig ist, dass auch fremdsprachige Mitarbeiter Warnhinweise verstehen und den Arbeitsbereich des Instandhalters entsprechend meiden.

4.  Die Persönliche Schutzausrüstung als zusätzliches Element

Arbeitsschutz besteht auch aus den richtigen Werkzeugen und der richtigen Schutzausrüstung. Sorgen Sie dafür, dass Instandhalter auf beides zugreifen können!

5. Das müssen Sie bei der Endkontrolle überprüfen

Der Instandhaltungsprozess endet immer erst mit der letzten Kontrolle. Vorher sollte die Maschine nicht wieder in den regulären Betrieb genommen werden.

Bei der Endkontrolle überprüfen Instandhalter noch einmal, ob sie alle Aufgaben an der Maschine durchgeführt haben. Zudem stellen sie fest, ob die Maschine in einem sicheren Zustand ist.

Checkliste: Sicherheitsmaßnahmen in der Instandhaltung

Checkliste: Sicherheitsmaßnahmen in der Instandhaltung

Sie möchten die Sicherheit Ihrer Mitarbeiter bestmöglichst gewährleisten? Dabei ist eine Menge zu beachten. Unsere Checkliste hilft Ihnen!

Unternehmen müssen die Endkontrolle nachweisen. Aus diesem Grund müssen Instandhalter die einzelnen Prüfpunkte schriftlich dokumentieren. Das gilt insbesondere für festgestellte Störungen. Digitale Dokumentationsprozesse wirken sich an dieser Stelle positiv aus: Instandhalter dokumentieren die Informationen direkt am Ort des Geschehens im System, was Wegezeiten spart und Übertragungsfehler verhindert.

Fazit

Arbeitsschutzmaßnahmen sind bei Instandhaltungsmaßnahmen besonders wichtig. Um die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, sollten Unternehmen die Instandhaltungsmaßnahmen vorher planen, den Arbeitsbereich während der Wartung absichern und für eine geeignete Schutzausrüstung sorgen. Mit der Endkontrolle gehen sie sicher, dass die Anlage im laufenden Betrieb zuverlässig funktioniert.

Wie setzen Sie den Arbeitsschutz bei Instandhaltungsmaßnahmen um? Teilen Sie uns gerne Erfahrungen und Anregungen in den Kommentaren mit.

Björn Lambertz

Björn Lambertz

Mein Name ist Björn Lambertz und ich bin begeisterter SAP Consultant bei mindsquare. Wie meine Kollegen habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht.

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie mich!



Das könnte Sie auch interessieren

Eine Arbeitsgenehmigung als zentrales Freischaltdokument sollte von dem Unternehmen, das die Freischaltung erteilt, unter Berücksichtigung individueller Standortbedingungen und -anforderungen entworfen werden.

weiterlesen

Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten sowie Reparaturen an Anlagen bzw. Maschinen bergen viele Gefahren. Während diesen Arbeiten kommt es zu den meisten Arbeitsunfällen. Um die Sicherheit Ihrer Mitarbeiter gewährleisten zu können, sollte die gesamte Maschine oder Anlage an der gearbeitet wird, ausgeschaltet werden, sodass die Energiezufuhr komplett gestoppt wird.

weiterlesen

Gerade Arbeiten an und in elektronischen Anlagen ist es lebenswichtig, sich gegen Wiedereinschalten zu sichern. Ein unbeabsichtigtes Einschalten der Anlage kann zu schweren Verletzungen führen und sogar tödlich enden. Aber wie kann gewährleistet werden, dass kein Unbefugter den Stromzufluss wieder […]

weiterlesen

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus. Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.





Ansprechpartner
Jennifer Kaiser
Jennifer Kaiser Kundenservice
Expert Session